OP-Management

Der Betrieb im Bundeswehrkrankenhaus Ulm ist sehr dynamisch. Jährlich werden bei uns in zehn Operationssälen etwa 10.000 Operationen durchgeführt. Dabei unterstützt ein Team von über 35 Mitarbeitern. Zudem müssen wir flexibel und effizient auf steigende Fallzahlen, eine kürzere Verweildauer der Patienten, die unterschiedlichen personellen Verfügbarkeiten und den Kostendruck durch die Leistungsträger reagieren. Dadurch werden die Anforderungen an den Operationsbereich – zentraler Bestandteil einer stationären Einrichtung – immer größer.
Organisation, Koordination und Kommunikation
Zwischen Operationsbereich und Stationen laufen viele verschiedene Prozesse ab. Um reibungslose Abläufe und den größtmöglichen Service für die Patienten zu ermöglichen, muss die Organisation, Koordination und Kommunikation, sowie die kurz-, mittel- und langfristige Planung des Operationsbereichs den gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen kontinuierlich angepasst werden.
Die vielfältigen Berufsgruppen, die im Operationsbereich agieren müssen, bedürfen einer Unterstützung durch ein qualifiziertes und strukturiertes OP-Management. Bestehende Fehlzeiten, Leerlaufzeiten, Überstunden, Wartezeiten usw. müssen abgebaut und zu einem optimierten und geplanten Prozess gebracht werden.
Wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen
Das OP-Management in unserem Krankenhaus ist so konzipiert und realisiert, das es auf den wirtschaftlichen Umgang mit personellen, räumlichen und technischen Ressourcen zielt.
Dazu gehören:
- die korrekte Terminierung der tagesoperativen Wahleingriffe unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Rate von Notfällen,
- kurze Wartezeiten der Patienten,
- eine effektive sowie wirksame Kommunikation und Koordination zwischen den im Operationsbereich tätigen Berufsgruppen,
- die Minimierung der OP-Wechselzeiten,
- die Erstellung eines Rahmendienstplanes unter Berücksichtigung der OP-Saalbelegungszeiten und des entsprechenden Personalbedarfs,
- die leistungsnahe OP-Dokumentation mit der Erfassung der realen OP-Zeiten,
- die Erfassung der Kosten nach Operationsart und der ambulanten Operationen,
- die Optimierung der Kommunikation und Schnittstellen zu den anderen Bereichen im Krankenhaus, beispielsweise zu den Intensiveinheiten, den Stationen oder der Patientenaufnahme sowie
- der Aufbau einer Satzung für die Nutzung des OP-Bereichs.
Von der Station in den Operationssaal
Für Patienten, die bei uns operiert werden sollen, gilt grundsätzlich folgender Ablauf: Nach Abruf des Patienten von Station durch unser OP-Team erfolgt die Einschleusung in den Operationsbereich. Jetzt übernimmt das OP-Team und übergibt den Patienten zunächst an das Anästhesie-Team. Nach der Vorbereitung erfolgt die eigentliche Operation. Dafür bereitet das Team der OP-Gruppe notwendige Instrumente, den OP und spezielle Ausrüstung wie Mikroskope oder Röntgengeräte vor. Auch die Nachbereitung – Reinigung und erneute Vorbereitung – wird von unserem Team übernommen.
Aus-, Fort- und Weiterbildung
Unsere Mitarbeiter haben alle eine Spezialisierung auf ihrem Fachgebiet. In der Regel erfolgte eine Krankenpflegeausbildung mit einer zweijährigen Weiterbildung zur Fachpflegekraft OP-Dienst absolviert. Auch Operationstechnische Assistenten, die eine 3-jährige Berufsausbildung absolviert haben, arbeiten in unserem OP-Bereich.
Kontakt
Oberfeldarzt Dr. Thomas Hötzel
OP-Manager
E-Mail :

