Radiologie
Die Radiologie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm bietet mit Ausnahme der Mammographie das komplette medizinische Leistungsspektrum der modernen radiologischen Bildgebung und der minimal eingreifenden (interventionellen) radiologischen Therapie.
Dabei nutzen wir zur Untersuchung sämtlicher Körperorgane einschließlich ihrer Gefäßsysteme moderne, strahlensparende Diagnosegeräte, um für unsere Patienten die Belastung zu minimieren.Schonende Untersuchungsverfahren
Mittels sensibler Ultraschalldiagnostik werden vor allem Organe des Bauchraumes, des Gesicht-Hals-Bereiches sowie Gefäße in einer ersten Bildgebung schonend und wenig belastend untersucht. Sollte dies nicht ausreichen, werden gegebenenfalls weitere Untersuchungen mit der herkömmlichen radiologischen Bildgebung, durch Computertomographie oder durch Kernspintomographie durchgeführt.Computertomographie
Gerade die Computertomographie ermöglicht in kurzer Zeit eine detailreiche Untersuchung eines ganzen Körperabschnitts, wodurch auch Notfallpatienten oder schwerkranke Patienten schnell und effektiv untersucht werden können. Ebenso lassen sich unter computertomographischer Kontrolle mit sehr dünnen Nadeln Proben von krankhaftem Gewebe oder Flüssigkeitsansammlungen entnehmen bzw. ableiten, ohne dabei den Patienten stark zu belasten. Seit Januar 2008 steht ein speziell zur Darstellung des Herzens geeigneter Computertomograph mit zwei Röntgenröhren zur Verfügung.
Darüber hinaus führen wir CT-gesteuerte therapeutische Verfahren durch, beispielsweise die Ausschaltung von Nerven, die bei Durchblutungsstörungen in den Beinen die Verengung bestimmter Blutgefäße verursachen (Sympathikolyse), oder die Einspritzung von Kortison neben die Nervenwurzeln bei Bandscheibenvorfällen im Bereich der Lendenwirbel- und Halswirbelsäule (periradikuläre Therapie).
Kernspintomographie
Die moderne Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, ergänzt die Computertomographie in weiten Teilen bzw. ersetzt diese in bestimmten Fragestellungen. Durch das Zusammenwirken von Magnetismus und Radiowellen können im Schnittbildverfahren alle Körperregionen untersucht werden. Unser Haus verfügt über eine MRT-fähige Narkoseeinheit und Intensivüberwachung, sodass auch die Untersuchung bewusstloser, beatmeter und/oder schwer verletzter Patienten jederzeit möglich ist. Für die computergestützte Operationsnavigation werden spezielle Datensätze, die z.B. Funktionsbezirke oder den Verlauf von Nervenbahnen im Gehirn zeigen (Fibertracking), erzeugt Diese Regionen können dann bei der Operation bestmöglich geschont werden.
Digitale Angiographie
Unsere Abteilung verfügt zudem über zwei moderne digitale Untersuchungseinheiten zur einfachen und dreidimensionalen Darstellung von Blutgefäßen alle arteriellen Gefäßregionen. Durch eine steuernd eingreifende Behandlung durch den Röntgenarzt, etwa bei Gefäßverengung eines Gefäßabschnittes, können diese Gefäße mit einem speziellen, röhrenförmigen Instrument (Ballonkatheter) aufgeweitet werden.
Komplexe interventionelle radiologische Verfahren werden interdisziplinär in enger Abstimmung mit den entsprechenden Fachdisziplinen durchgeführt. Dazu gehören beispielsweise Gefäßaufweitungen und die Anwendung von Gefäßprothesen (Stents) sowie bestimmte Verfahren zur Ableitung von Flüssigkeiten aus dem Körper (Drainagen), beispielsweise durch Gallendrainagen. Auch auf das Nervensystem bezogene (neuroradiologische) Eingriffe, wie das Ausfüllen von Gefäßaufweitungen mit Metallspiralen (Aneurysmacoiling) oder künstlich herbeigeführte Gefäßverschlüsse (Embolisation) werden bei uns durchgeführt. Ab März 2008 steht hierfür eine spezielle Angiographieanlage zur Verfügung, die die gleichzeitige Betrachtung von zwei Bildebenen erlaubt und dadurch eine präzisere Steuerung und dadurch optimale Operationsergebnisse ermöglicht.

Digitale Bildgebung
Alle bei uns erzeugten Bilder liegen digital vor und werden unter Berücksichtigung strenger Datenschutzrichtlinien in einem digitalen Bildspeichersystem verwaltet und archiviert. So können die Aufnahmen mit entsprechender Berechtigung im ganzen Krankenhaus, auch an mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig, betrachtet und ausgewertet werden. Es stehen jederzeit sämtliche Aufnahmen eines Patienten zur Verfügung, „verlorene“ Bilder gibt es aufgrund einer mehrfachen Sicherung nicht mehr. Werden Bilder außerhalb unseres Krankenhauses bei anderen behandelnden Ärzten benötigt, werden diese auf CD-Rom gebrannt.Wissenschaftliche Arbeit
Unsere Abteilung ist auch in der Forschung aktiv. Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte sind die bildgebenden Verfahren im Bereich der Gewebsneubildungen im Kopfbereich, die umfassende und schnelle Diagnostik schwerverletzter Patienten, die radiologische Darstellung bösartiger Geschwülste sowie des Gefäßsystems mit den interventionellen radiologischen Verfahren.Daten und Fakten
| Leitender Arzt | Oberstarzt Dr. med. Burkhardt Danz |
|---|---|
| Anzahl der Fachärzte / Assistenzärzte | 7 / 6 |
| Radiologieassistenten | 24 |

