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Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Die Abteilung deckt das komplette Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde / Kopf- und Halschirurgie ab. Darüber hinaus haben wir uns mit fünf weiteren Fachabteilungen unseres Hauses auf die Versorgung komplexer Erkrankungen und Traumen im Kopf/Halsbereich spezialisiert.

Vorbereitung einer Kehlkopfoperation
Vorbereitung einer Kehlkopfoperation (Quelle: Bundeswehr/Wichelmann)Größere Abbildung anzeigen

Unser Team behandelt das komplette Spektrum der Erkrankungen im Kopf- und Halsbereich sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Erkrankungen in der Nase und der Nasennebenhöhlen, der Tränenwege, des äußeren Ohres, des Mittelohres und des Innenohres, um Erkrankungen des Rachen- und Kehlkopfbereiches sowie die Versorgung von Verletzungen im Kopf/Halsbereich und um plastische Operationen im Gesichts- und Halsbereich.

Durch den Einsatz moderner operativer Methoden z.B. CO2- und Dioden-Laser und Shaver-Technologien können wir eine Reihe von Krankheiten minimal invasiv therapieren. Hierdurch ist eine geringe postoperative Schmerzsituation gegeben und auch die Aufenthaltsdauer kann häufig verkürzt werden.

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Kopfchirurgisch-traumatologische Schwerpunktversorgung

Neben der Behandlung aller Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohrenfachärztlichen Fachgebietes haben wir uns gemeinsam mit den Abteilungen für Chirurgie, Anästhesie, Neurochirurgie,

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Augenheilkunde unseres Hauses auf die kopfchirurgisch-traumatologische Schwerpunktversorgung sowie die chirurgische Therapie ausgedehnter Tumorerkrankungen im Kopf/Halsbereich spezialisiert. Durch diesen engen Verbund verschiedener Fachrichtungen können komplexe Krankheitsbilder optimal operativ versorgt werden.

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High-tech in der Behandlung

Modernste Technik wie computergestützte Navigationssysteme bzw. intraoperatives Hirnnervenmonitoring unterstützen den Operateur bei komplexen chirurgischen Eingriffen und liefern damit eine größtmögliche Sicherheit, um intraoperative Komplikationen und die Beeinträchtigung benachbarter Organstrukturen zu verringern. Diese Möglichkeiten kommen insbesondere bei Nasennebenhöhlenoperationen, Ohroperationen, Schädelbasisoperationen und Operationen im Bereich des Gesichtsnervens zum Einsatz.

Verwendung technisch ausgefeilter Shaver-Systeme ermöglicht eine Verringerung des Gewebetraumas vor allem im Bereich der Nase, aber auch des Kehlkopfes.

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Tumorchirurgie im Kopf- und Halsbereich

Einen wichtigen Schwerpunkt bilden tumorchirurgische Eingriffe im Kopf/Halsbereich. Jährlich werden etwa 500 tumorchirurgische Eingriffe durchgeführt. Insbesondere für Kehlkopfkarzinome und Speicheldrüsenkarzinome stellt die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Bundeswehrkrankenhaus Ulm ein überregionales Zentrum dar.

Patienten mit weit fortgeschrittenem Kehlkopfkrebs, bei denen der Kehlkopf entfernt werden muss, erhalten im Rahmen der Tumoroperation eine chirurgische Wiederherstellung der Stimme durch die Implantation einer Stimmprothese. Bei den Patienten, bei denen der Kehlkopf entfernt werden musste und die damit über ein Tracheostoma atmen, beginnen wir bereits in der unmittelbaren postoperativen Phase mit einer pulmonalen Rehabilitation. Im Vordergrund steht dabei der Ersatz der normalen Nasenfunktion (Erwärmen und Befeuchten der Luft) durch die Verwendung von speziellen Tracheostomafiltern, die die Nasenfunktion ersetzen. Hierdurch kann eine wesentliche Verbesserung des Allgemeinbefindens erreicht und die Entwicklung chronischer Lungenerkrankungen verhindert werden.

Auch Patienten mit Rezidivtumoren, bei denen alle anderen Therapiemöglichkeiten erschöpft sind, können durch neue Therapieverfahren behandelt werden. Im Vordergrund steht hier die fotodynamische Lasertherapie als minimal invasives Verfahren mit dem selbst ausgedehnte oberflächliche Rezidivtumoren beherrscht werden können.

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Zentrum für Hörstörung

Unsere hochmodern ausgestattete otologische Sektion bietet alle Möglichkeiten zur Abklärung von komplexen otoneurologischen Erkrankungen. Die dazu notwendigen audiologischen Verfahren sowie die diagnostischen Verfahren zur Abklärung von Gleichgewichtsstörungen werden routinemäßig von erfahrenen Audiometristen durchgeführt.

Es wird das komplette Spektrum otologischer Operationen durchgeführt. Auf dem Gebiet der implantierbaren und teilimplantierbaren Hörgeräte rangieren wir unter den führenden Kliniken in Deutschland. Darüber hinaus werden Cochlea-Implantate bei ertaubten erwachsenen Patienten routinemäßig eingesetzt.

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Allergologisches Zentrum

Seit mehr als einem Jahr wurde am Bundeswehrkrankenhaus Ulm ein allergologisches Zentrum gegründet, das in Zusammenarbeit mit den Kliniken für Dermatologie und Innere Medizin betrieben wird. Die Abteilung verfügt über drei HNO-Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung Allergologie. Neben den gängigen klinischen allergologischen Untersuchungen werden zusätzlich die für die weitere Diagnostik notwendigen immunologischen Laboruntersuchungen durchgeführt.

Das Therapiezentrum umfasst neben den gängigen Hyposensibilisierungsbehandlungen auch Therapieansätze zur Behandlung von Unverträglichkeitsreaktionen wie die adaptive Desaktivierung bei ASS-Intoleranz. Weitere klinische Schwerpunkte stellen die chirurgische Therapie von neurologisch bedingten Schluckstörungen, plastische und rekonstruktive Chirurgie im Kopf/Halsbereich sowie die Therapie akuter und chronischer Speicheldrüsenerkrankungen dar.

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Wissenschaftliche Schwerpunkte

  • Onkologie im Kopf/Halsbereich
  • Prävention und Früherkennung bösartiger Erkrankungen im Kopf/Halsbereich
  • Aktive Mittelohrimplantate
  • Hyperbare Sauerstofftherapie
  • Ätiologie und Therapie von Speicheldrüsenerkrankungen
  • Erkrankungen der Nasennebenhöhlen
  • Tinnitus-Therapie
  • Einsatz der Computernavigation im Kopf/Halsbereich
  • Chirurgische Stimmrehabilitation und pulmonale Rehabilitation nach Kehlkopfentfernung

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Stand vom: 05.11.2009 | Autor:

http://www.bundeswehrkrankenhaus-ulm.de/portal/a/ulm/einrichtung/medizin/hno