Geschichtliche Meilensteine
Unser Bundeswehrkrankenhaus ist ein noch recht junges Militärkrankenhaus, das aus einer engen Verbindung mit der Universität Ulm heraus entstanden ist.

Am 2. Januar 1968 wurden drei Sanitätsoffiziere, zwei Krankenschwestern und zwei Krankenpfleger an die neu gegründete Universität Ulm abgeordnet. Sie hatten zuvor im Bundeswehrkrankenhaus Kempten Dienst geleistet. Damit begann eine intensive zivil-militärische Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Ulm. Zugleich wurde damit der Grundstein für das heutige Bundeswehrkrankenhaus Ulm gelegt.
Der Bau beginnt
1972 wurde der Planungsauftrag für das Bundeswehrkrankenhaus Ulm erteilt. Beginnend mit dem ersten Spatenstich am 07.02.1974 entstand die damals größte Baugrube Süddeutschlands. Die Stahlskelett-Bauweise ermöglichte zum 15. Oktober 1979 die Schlüsselübergabe für das größte und aufwändigste Klinikprojekt der Bundeswehr. Das Projekt wurde im Jahr 1980 mit dem "Deutschen Stahlbau - Preis" ausgezeichnet.
Eröffnung
Im Januar 1980, 12 Jahre nach Eintreffen der ersten Bundeswehrangehörigen in der Universität Ulm, öffneten sich die Türen für die ersten stationären Patienten. Sehr schnell hat das "BwK", wie die Ulmer unser Haus nennen, mit seinem Angebot an leistungsstarken Fachabteilungen, überregionale Bedeutung gewonnen.
Bis auf die Kinderheilkunde und die Frauenheilkunde sind alle medizinischen Abteilungen vorhanden. Unsere klinischen Abteilungen gewährleisten eine optimale hochqualifizierte Versorgung. Diese ist besonders bei Unfallverletzten, insbesondere den Patienten, die mehrere Verletzungen aufweisen, von denen wenigstens eine, oder mehrere der einzelnen Verletzungen zusammen, lebensbedrohlich sind (polytraumatisierte Patienten), oft lebensrettend.
Rettungszentrum wird eingerichtet
Bereits im November 1971 schlug die Geburtsstunde des Test-Rettungszentrums Ulm. Ausgestattet mit einem Notarztwagen und einem Rettungshubschrauber wurden bereits im ersten Jahr des Bestehens 1.419 Einsätze in der Umgebung von Ulm durchgeführt.
Die enormen Schwierigkeiten eine Bundesländer grenzüberschreitende Rettungsleitstelle und Funkkonzeption aufzubauen, gehören heute der Vergangenheit an. Das flächendeckende deutsche Notarztmodell verdanken wir dieser Entwicklung. Die schnelle medizinische Versorgung aus der Luft ist heute nicht mehr wegzudenken.
Im April 2003 hat der neue ADAC-Hubschrauber CHRISTOPH 22 den bekannten Militärhubschrauber vom Typ Bell - UH 1D abgelöst. Das medizinische Besatzungsteam wird aber weiter von der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin unseres Hauses gestellt.

