Historie und Moderne eng beieinander
Das Ringen um Vorherrschaft oder einfach friedliche Koexistenz zwischen den Ulmer Zünften und den Ulmer Patriziern führte nach harten Auseinandersetzungen schließlich zu einer zukunftsweisenden, modernen Stadtverfassung.
Schwörbriefe und Schwörrede
In Ulm wurden bereits im Mittelalter die Wurzeln für eine moderne gesellschaftspolitische Struktur gelegt. Vom politisch wachen und innovativen Ulm zeugt hierzu die Stadtverfassung aus dem Jahre 1397. Sie entstand aus den verfassungsgebenden „Schwörbriefen“ der Zünfte. Gegen die die Vorherrschaft der Ulmer Patrizier begehrten die Zunftleute damals auf.
Sie erreichten, dass ihnen politische Mitwirkungsrechte am Stadtgeschehen zugestanden wurde. Bis heute dokumentiert die daraus entstandene Stadtverfassung die politische Wachsamkeit und Tatkraft der Menschen in Ulm.
Schwörmontag - Fest für die Stadt
Bis heute wird in Ulm auch der Brauch der Schwörrede geübt. In einer feierlichen Rede vom Balkon des Schwörhauses spricht dann der Oberbürgermeister direkt zu seinen Bürgern. Das Ereignis findet jedes Jahr, am Schwörmontag, Anfang Juli, statt. Gegenüber den Ulmer Bürgern erneuert der Oberbürgermeister dabei den alten Eid von 1397.
Tausende Besucher aus Ulm und Neu-Ulm und viele internationale Gäste kommen jährlich zu diesem Ereignis in unsere Stadt.




